Frisch vom Acker direkt auf den Teller: Familie Kirschhöfer probiert in Zusammenarbeit mit den Bendorfer Grünen ein neues Marktkonzept aus

Am dritten September Wochenende planen die Bendorfer Grünen ein Markt-Event mit Perspektiven für ein nachhaltiges Leben in Bendorf. Nähere Informationen dazu erfolgen in Kürze.

Im Zuge der Vorbereitungen für diesen Termin wird schon mal ein wenig herumprobiert: wie würde ein Abhol-System funktionieren? Familie Kirschhöfer vom Hof Vierwindenberg ist mutig und bietet – quasi zum Ausprobieren - einen solchen Abholservice an.  Dieser fand am 20. Juli zum ersten Mal statt und wird vorerst jeden Mittwoch ab 17:00 Uhr im Hof der Concordiastraße 3 angeboten. Die Kunden können in den Tagen zuvor ihre Bestellung per Telefon (02622-15661 oder 0177-3492560) oder WhatsApp aufgeben und dann jeweils am Mittwoch zwischen 17:00 und 18:00 Uhr ihre Produkte abholen. 

„Frische Feldprodukte wie saisonales Gemüse, Kartoffeln, Salate, Eier aus Freiland-Haltung – und das alles aus einer Bendorfer Landwirtschaft! So spart man lange Transportwege, kann sich in den Tagen zuvor über die App seine Wunschliste zusammenstellen und ist für die nächsten Tage ohne großen Zeitaufwand mit frischen Produkten versorgt,“ lobt Judith Radl, Töpferin im Atelierhof Concordiastraße die Nachhaltigkeit des Konzeptes.

Wildkräuter-Wanderung der Bendorfer Grünen ein voller Erfolg

Mit 26 TeilnehmerInnen war die von den Bendorfer Grünen angebotene Veranstaltung mehr als ausgebucht. Melanie Adamik, vom BUND ausgebildete Wildkräuter-  und Wildbienen-Expertin, führte zweieinhalb Stunden durch die Wald- und Wiesenlandschaft rund um die Abtei Sayn. 

Es gab so viele Pflanzen zu entdecken, die man noch nicht kannte, und auch zu den bekannteren gab Frau Adamik zahlreiche neue Informationen zu deren Gebrauch: wie man sie in der Küche zu schmackhaftem Essen verarbeiten oder sich ihre heilende Wirkung zunutze machen kann. Die Expertin brachte die Erläuterungen energiegeladen und kurzweilig an ihr Publikum, das ihr aufmerksam folgte.

Immer wieder waren ihre Ausführungen angereichert mit kleinen Geschichten oder Ausflügen in frühere Zeiten, in denen die Menschen noch viel naturverbundener lebten als heutzutage und entsprechend auch viel besser wussten, wie sie sich die Gaben der Natur zunutze machen konnten. „Die Natur ist ein reich gedeckter Tisch, an dem wir uns nur zu bedienen brauchen“, so Melanie Adamik.

Nach der Wanderung durfte die Gruppe noch einen „Wilden Imbiss“ zu sich nehmen: Frau Adamik hatte sehr aufwendig diverse Wildkräuter-Produkte zubereitet und liebevoll verpackt. Wildkräuterbutter, ein Dip aus Giersch-Blättern mit Bärlauch, Kräutergebäck und eine Nachtisch mit Holunderblüten-Aroma waren auf jedem Teller angerichtet. Der Durst konnte mit diversen Wildkräuter-Limonaden gelöscht werden.

Auch eine Gruppe gehörloser Menschen nahm samt Gebärden-Dolmetscherin an der Exkursion teil. Die Dolmetscherin hatte sich vorab im Kontakt mit Frau Adamik auf den Einsatz vorbereitet – es war ja Spezial-Vokabular gefragt! „Für gehörlose Menschen werden nur ganz wenige Aktivitäten angeboten – da könnten wir Grünen doch auch mal etwas für die Integration tun“ so Eva Huffer, die in diesem Bereich arbeitet und Mitglied im Grünen Ortsverband ist.  

Der Kreuzgang der Abtei Sayn bot einen stimmungsvollen Rahmen für die Verkostung und schließlich auch Schutz vor dem pünktlich am Ende der Wanderung einsetzenden Regen.

Klappergasse im Blütenkleid: Concordiastraße mit blühenden Kübeln bestückt

Schafsgarbe, roter Sonnenhut, Bergminze, Sommerflieder, Lavendel, Tagetes, Mädchenauge – in abwechslungsreicher Zusammenstellung präsentieren sich die kürzlich in der Concordiastraße aufgestellten Pflanzkübel den Passanten. 

Auf Initiative der Bendorfer Grünen und unter fachkundiger Beratung der Künstlergemeinschaft aus dem Hof Nr. 3 sowie tatkräftiger Unterstützung durch die Stadtverwaltung konnte dieses Projekt nun realisiert werden.

Einige Anwohner haben Pflanz-Patenschaften übernommen und Gärtner Jens May, der für die Erstbepflanzung zuständig war, gibt den Pflanzpaten fachliche Ratschläge. Er erläutert, was zu tun ist, damit es den Stauden auf Dauer gut geht, und sie im kommenden Jahr wieder die Straße verschönern können.

Die Paten hatten sich insektenfreundlich Pflanzen gewünscht und der fliegende Besuch stellte sich auch prompt ein. „Wenn Sie die Pflanzen gießen, denken Sie bitte daran, dass nur ein Prozent des Giesswassers unten an der Wurzel ankommt. Und bitte immer mit dem Brauseaufsatz arbeiten – die Pflanzen sollen meinen, es kommt ein sanfter, warmer Regen“, erklärt Jens May. Diesen und etliche weitere Pflegetipps nahmen die Paten gerne mit nach Hause.

Jetzt warten alle Beteiligten noch auf den vierten Pflanzkübel....

Wildkräuterwanderung in Bendorf: Bündnis 90/ Die Grünen laden ein

Was wächst da so am Wegesrand? Wofür kann man es verwenden? Für die Gesundheit? In der Küche? Antworten auf diese Fragen und die eine oder andere mystische Geschichte oder Legende, die sich um die Wildkräuter rankt, möchte uns Frau Melanie Adamik auf einer Wanderung näher bringen. Frau Adamik ist Naturpädagogin RHH und Wildbienen-Botschafterin und wurde vom BUND in Mainz ausgebildet.

Die Wanderung findet am Samstag, dem 9. Juli ab 14.00 Uhr statt und dauert ca. 2,5 Stunden. Im Anschluss bieten wir eine Verkostung an. Dieser kleine Wildkräuter-Imbiss wird das eine oder andere der angeschauten und erklärten Kräuter enthalten sowie Blüten- und Kräuterlimonaden.

Wir bitten die TeilnehmerInnen auf wetterangepasste Kleidung und festes Schuhwerk zu achten – der Weg enthält auch Steigungen. Getränke für unterwegs bitte selbst mitbringen.

Der Treffpunkt ist am Samstag, dem 09. Juli um 14.00 Uhr an der Abteikirche in Sayn.

Die anschliessende Verkostung wird im Kreuzgang der Abtei Sayn stattfinden.

Der Unkostenbeitrag beträgt 10 € pro Person, Kinder sind kostenlos.

Eine verbindliche Anmeldung ist unbedingt erforderlich, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Sie können sich bis spätestens Montag, 4. Juli anmelden, entweder über die Homepage der Stadt Bendorf (Veranstaltungen) oder bei der Sprecherin des Ortsverbandes Bendorf Elke Sodemann-Müller, tel: 02622-14454, sodemann-mueller(at)t-online.de

Einen kurzen TV-Bericht über Frau Melanie Adamik finden Sie unter:

https://www.swrfernsehen.de/landesschau-rp/der-insektenfreundliche-garten-von-melanie-adamik-100.html

Neues Gesprächsformat in Bendorf

Auf seiner jüngsten Sitzung hat der Grüne Ortsverband beschlossen, den Bendorfer Bürgern in gewissen Abständen eine Kontakt- und Gesprächsmöglichkeit im lockeren Rahmen anzubieten. 

Dieser erste Treff soll zum ersten Mal am Freitag, dem 13. Mai um 19.00 Uhr in der Pizzeria „Va Adagio“ auf dem Kirchplatz stattfinden. 

Neben den Sprechern des Ortsverbandes werden auch Fraktionsmitglieder aus dem Stadtrat anwesend sein. Somit haben interessierte Bendorfer Bürger die Möglichkeit, ihre Anliegen vorzubringen, sich über die Arbeit der Grünen im Stadtrat und im Ortsverband zu informieren oder einfach mal in einem angenehmen und unverbindlichen Rahmen in die grüne Politik hinein zu schnuppern. Der Fraktions-Vorsitzende Ferhat Yalcinkaya und die Sprecher des Ortsverbandes Elke Sodemann-Müller und Uli Lyding freuen sich auf anregende Gespräche in der „Grünen Runde“.

Wie können wir in Bendorf umweltfreundlich leben? Bendorfer Grüne besuchen die Marktschwärmerei in Lützel

Nachdem der Hofladen der Familie Cronrath in Bendorf leider nur noch Kartoffeln anbietet, stellt sich für viele ehemalige Kunden die Frage nach einem Ersatz für dieses Angebot an gesundem und regionalem Obst und Gemüse. 

„Auch der Bendorfer Freitags-Markt scheint zwar für manche Bürger noch den Wunsch nach Geselligkeit halbwegs abzudecken, aber von einem lohnenden Umsatz für die Marktbeschicker bzw. einem attraktiven Angebot für die Bendorfer Bürger ist man hier doch ein gutes Stück entfernt“ meint Elke Sodemann-Müller, Sprecherin des Ortsverbandes der Bendorfer Grünen. 

Aus diesem Grund machte sich eine Gruppe von Mitgliedern und Interessierten auf den Weg nach Koblenz-Lützel, um die dortige „Marktschwärmerei“ zu besuchen. Es galt zu erkunden, ob dieses Modell eventuell auch in Bendorf funktionieren könnte. Der Vorteil dieser Form von „Markt“ liegt darin, dass man eine Woche lang über die Internet-Seite der Marktschwärmerei bei diversen regionalen und z.T. auch Bio-Anbietern die gewünschten Waren ordern kann. Man begleicht seine Rechnung dann ebenfalls im Internet und kann an einem bestimmten Wochentag innerhalb eines festen Zeitraums seine Bestellung gebündelt abholen. In Lützel ist das der Freitagnachmittag von 16.30 bis 18.30 Uhr, meist sind die Lieferanten dann auch anwesend und stehen für Informationen zur Verfügung.

Was braucht es für einen solchen „Markt“? Zunächst einmal eine Räumlichkeit, wo man mehrere kleine Stände oder Tische aufbauen kann, gut wären Parkmöglichkeiten in der Nähe. Das Wichtigste ist allerdings eine Person oder ein Team, das sich um alles Organisatorische kümmert und im Abholzeitraum anwesend ist. In Lützel ist das Joana, sie erläutert uns: „Ich mache das seit einem Jahr, weil ich selbst Wert auf eine gesunde und regionale Ernährung lege. Die Plattform wird von Berlin aus gesteuert, ich bekomme 7,5% vom Umsatz. Reich wird man davon nicht, aber wenn man geschickt organisiert und viele Lieferanten und Kunden gewinnt ist es mehr als eine Aufwandsentschädigung. Und es muss einem schon ein wenig am Herzen liegen!“

Ob es möglich wäre, das Modell der „Marktschwärmerei“ auf Bendorfer Verhältnisse anzupassen, dem Bendorfer Markt eventuell durch eine Kombination mit dieser Internet-basierten Variante neues Leben einzuhauchen? Die Bendorfer Grünen werden weiter darüber nachdenken und laden dazu auch alle Interessierten ein.

Spielplatzkonzept Bendorf: Grüne sammeln Ideen und machen Vorschläge

Zwei Fliegen mit einer Klappe schlugen einige Mitglieder des Bendorfer Ortsverbands der Grünen: Erprobung der neuen Buslinie 155 nach Stromberg und Besichtigung des Spielplatzes am Ravendelsberg. 

Mit einem Minigruppen-Tages-Ticket der VRM (max. 5 Personen, 10,60€) machte sich die Gruppe auf den Weg. Ergebnis: kurze Fahrzeit, der Bus war pünktlich, das Platzangebot reichlich! Ferhat Yalcinkaya, Fraktionschef der Grünen im Bendorfer Stadtrat: „Das Angebot, einmal stündlich nach Stromberg bzw. von dort zurück nach Bendorf fahren zu können, stellt schon eine erhebliche Verbesserung dar! Schade nur, dass der Bus nicht bis ans Ende des Ortes fahren kann. Bei so einem langen Straßendorf hätte das die Attraktivität der Buslinie doch erheblich erhöht.“

Eigentliches Ziel der Fahrt war der neue Spielplatz im Neubaugebiet am Ravendelsberg. Die Grünen haben in ihrer letzten Ortsverbands-Versammlung das Thema Spielplätze ausführlich diskutiert. Die dort geäußerten Wünsche sollten nun anhand der Besichtigung des neuesten Spielplatzes von Bendorf etwas konkretisiert werden.

Bei sonnigem Wetter war der Spielplatz sehr gut besucht – und deshalb die einzige Sitzgruppe natürlich voll belegt. Zum Glück war eine Picknick-Decke vorgesehen... Die relativ kleine Fläche des Spielplatzes erlaubt sicher keine weitere Sitzgruppe –aber da heute kaum ein Kind noch ohne Begleitung eines Erwachsenen auf den Spielplatz geht, wäre die eine oder andere Bank am Rand doch sehr willkommen. Ansonsten war die Gruppe von den hochwertigen Spielgeräten durchaus beeindruckt und es wurde auch fleißig ausprobiert!

Da die Stadtverwaltung ja derzeit ein neues Spielplatz-Konzept erarbeitet, stellten die Grünen sich die Frage, ob man nicht unterschiedliche Arten von Spielplätzen anbieten sollte. Bei 21 Spielplätzen im gesamten Stadtgebiet wurde vorgeschlagen, zumindest einen stärker als Natur- und Abenteuer-Spielplatz zu gestalten und mehr an den Bedürfnissen von Familien auszurichten – mit mehr Sitzgelegenheiten und auch Möglichkeiten zum Grillen. Von der Flächengröße her wäre der Spielplatz am Friedhof in Mülhofen für ein solches Projekt möglicherweise geeignet, oder auch die städtische Freifläche an der Ringstraße. Elke Sodemann-Müller: „Wir werden einen entsprechenden Antrag stellen und unsere Vorstellungen in die Diskussion der städtischen Gremien einbringen.“

Mit dem Bus von Bendorf ins Koblenzer Verwaltungszentrum: Bendorfer Grüne testen das neue ÖPNV-Angebot

Jeder Bendorfer Bürger hat in den letzten Wochen schon einmal die – meist leeren – Busse des neuen Linien-Angebots der VRM gesehen. „Wir wollen es jetzt genau wissen,“ sagt Martina Klöckner, Mitglied im Ortsverband der Bendorfer Grünen, und schlug vor, doch bei Gelegenheit mal die eine oder andere Linie auszuprobieren. 

So verbrachte eine Gruppe „Freiwilliger“ nach sorgsamer Vorplanung anhand aller verfügbaren Fahrpläne einen sehr informativen Nachmittag mit hohem Erlebniswert. 

Ingrid und Robert Schaguhn starteten in Sayn an der Haltestelle „Im Alten Wingert“ um 14.31 mit der Linie 151 und kauften direkt für alle Beteiligten eine Tages-Minigruppen-Karte (max. 5 Personen) zu 24,20 €. Martina Klöckner stieg dann an der Bodelschwingh-Schule zu, Dietmar Müller und Elke Sodemann-Müller an der Dieter-Trennheuser-Straße. Dann hieß es am Ohlenberg umsteigen in die Linie 35. Dies gestaltete sich etwas abenteuerlich, da den Reisenden nicht ganz klar war, aus welcher Richtung der Bus kommen würde und auch die Buslinie 35 gar nicht auf dem Halteschild aufgeführt ist. Da aber ein gültiger Fahrplan im Bushäuschen hing kamen keine Zweifel auf – und bei fünf Personen kann man sich ja aufteilen und beim Nahen des Busses rechtzeitig Zeichen geben. Dieser kam dann tatsächlich pünktlich aus Richtung Vallendar und fuhr über die Ringstraße auf die B42 und dann auf die andere Rheinseite. Eine für Studenten interessante Information: der Bus hält direkt auf dem Uni-Gelände in Metternich. 

Im Verwaltungszentrum gab’s eine kleine Stärkung mit Kaffee und Teilchen, und dann machte die Truppe sich auf den Rückweg. Die zunächst ausgewählte Strecken-Variante über den Koblenzer Zentralplatz wurde flugs verworfen zugunsten der Rückfahrt wieder mit der Linie 35. Dadurch wurde ein Umstieg eingespart und die im Berufsverkehr doch recht volle Linie 8 vermieden. Nach dem Umstieg am Ohlenberg wieder in die Linie 151 führte der Heimweg dann dieses Mal über Weitersburg, vorbei am Rhein-Höhen-Hof und am Bendorfer Milchhäuschen. 

Da auf der Heimfahrt ein heftiger Schneeschauer eingesetzt hatte, konnte die Gruppe feststellen, dass das Bus-Warte-Häuschen am Ohlenberg nur einen äußerst geringen Schutz gegen solche Wetter-Kapriolen bietet... Auch einige Sitzgelegenheiten wären schön, wenn man mal einige Minuten auf den Anschluss-Bus warten muss. 

Ein Telefonat mit der Geschäftsstelle der VRM ergab, dass in den kommenden Wochen die Bus-Haltestellen mit aktuellen Linien-Bezeichnungen ausgerüstet werden – das ist also noch in Arbeit. Für die Ausstattung der Haltestellen ist die Stadt Bendorf zuständig.

Die VRM-Fahrplan-App erleichtert das Auffinden der günstigsten Verbindung von jedem Standort in der Region aus. Gleichzeitig bietet die App auch eine Tarif-Auskunft, so dass man direkt weiß, was das Vergnügen kostet. Ein Einzelfahrschein für die beschriebene Strecke hätte 6,40 € gekostet, für Bahn-Card-Besitzer allerdings nur 4,80 €. Ein nicht ganz preiswertes Vergnügen, wobei man bemerken muss, dass es zahlreiche Ermäßigungen für Kinder, Schüler, Senioren und Vielfahrer gibt. Elke Sodemann-Müller, Sprecherin der Bendorfer Grünen, zieht das Fazit aus der Aktion: „Die Grünen setzen sich für die Verkehrswende ein, dafür spielen Bus und Bahn eine wichtige Rolle. Damit die Bürger öfter mal vom Auto auf den öffentlichen Verkehr umsteigen, muss aber noch Einiges geschehen. Die Erweiterung des Buslinien-Angebotes für Bendorf ist ein guter, erster Schritt und die Umsteige-Möglichkeiten ohne größere Wartezeiten haben sich deutlich verbessert. Wir hoffen sehr, dass dieses neue Angebot auch nach und nach mehr genutzt wird. Entscheidend wäre aber sicher, die Preise deutlich zu senken. Deshalb setzen sich die Grünen für ein 365,- € - Ticket ein, mit dem man das ganze Jahr über alle öffentlichen Verkehrsmittel in der Region nutzen kann.“

Ausbau und Begrünung der Concordiastraße.

In den städtischen Gremien waren im Jahr 2020 die Pläne für den Ausbau der Concordiastraße den Mitgliedern der Ausschüsse und des Stadtrates vorgestellt worden. Auch die Baumpflanzungen waren Gegenstand der damaligen Diskussionen. Nun, da der Straßenausbau kurz vor seiner Vollendung steht, wollte der grüne Ortsverband sich ein Bild von der Umsetzung der damaligen Pläne machen. Der grüne OV dankt Herrn Hahn und Herrn Prümm vom Bauamt, dass sie das Informationstreffen so schnell und unkompliziert möglich gemacht haben.

Leider begannen die Informationen mit einer herben Enttäuschung: Von den geplanten 13 Bäumen werden ganze 3 Bäume und 2 Büsche übrig bleiben. Als Grund nannten Herr Hahn und Herr Prümm vom Bauamt einen Leitungsbau der Telekom im Untergrund der Straße, der in seiner Größe so im Vorfeld nicht bekannt gewesen sei. An den meisten Stellen der Straße seien Baumpflanzungen wegen der Wurzeltiefe unmöglich. Die zahlreich anwesenden OV-Mitglieder und Anwohner hinterfragten die Situation mehrfach, aber offensichtlich ließen die umfangreichen Leitungen im Untergrund der Straße nicht mehr Bäume zu. Es wurden nun Ersatzlösungen diskutiert, um doch noch etwas mehr Grün in das Straßenbild zu bringen. Angedacht wurden Pflanzkübel, die eventuell in einem Patenschafts-System von Anwohnern gepflegt werden könnten. Auch über Aussehen und Material der möglichen Gefäße, über deren künstlerische Gestaltung und die Gesamtwirkung der Straße in diesem Zusammenhang entspann sich eine lebhafte Diskussion. Von Aufenthaltsqualität, Nachbarschaftskontakten, der Bank vor dem Haus und der Möglichkeit, auch die Kinder der Umgebung kreativ am Prozess zu beteiligen wurde gesprochen – eine Vielzahl von Anregungen kamen zum Vorschein. Diese Vorschläge sollen nun unter Mitwirkung der Anwohner gesammelt und konkretisiert werden. Der Stadtentwicklungs-Ausschuss wird sich im Anschluss dann detailliert damit auseinandersetzen und die Durchführung vorbereiten.

Auch die Parkplatz-Situation kam bei dem Ortstermin zur Sprache. Aufgrund der engen Bebauung stehen auf den Grundstücken nur wenige private Parkflächen zur Verfügung. Viele Mieter, oft auch Familien mit Kindern, sind somit auf öffentlichen Parkraum angewiesen. Dies war bereits bei der seinerzeitigen Planung berücksichtigt worden, und deshalb wurden die bisherigen 16 Parkplätze bis auf einen auch erhalten. Hier haben die Bendorfer Grünen für die Post- und die Concordiastraße ein Anwohner-Park-System beantragt. Dies hätte auch den Vorteil, dass die Straße stärker von Durchgangsverkehr und ortsfremden Parkern freigehalten würde, denen ja in zumutbarer Nähe auf dem Yzeurer Platz genügend Parkraum zur Verfügung steht.

Eine Anwohnerin brachte ein weiteres Problem zur Sprache: sowohl aus der Luisenstraße als auch auch der Poststraße kommend fahren PKWs häufig mit überhöhter Geschwindigkeit in die Concordiastraße ein und gefährden Fußgänger, alte Menschen und vor allem Kinder. Auf den Vorschlag von Aufpflasterungen zur Geschwindigkeitsbegrenzung wollten die Vertreter des Bauamtes zunächst nicht eingehen – dies sei bei der neu erstellten Straße doch recht unschön und in der Bevölkerung auch immer umstritten. Von der jetzt deutlich geringeren Fahrbahnbreite und der veränderten optischen Gestaltung der Straße verspricht man sich eine verkehrsberuhigende Wirkung. Sollte diese wider Erwarten nicht eintreten, müssten weitere Maßnahmen ergriffen werden.

Positiv anmerken möchten die Bendorfer Grünen zum Schluss, dass die Concordiastraße als Fahrradstraße gewidmet werden soll. Dies bedeutet im speziellen Fall, dass es eine Tempo-30-Begrenzung geben wird, dass Fahrräder in beide Richtungen fahren können und dass der Fahrradverkehr Vorrang vor dem Kfz-Verkehr hat. OV-Sprecherin Elke Sodemann-Müller: „Mit diesem Abschnitt leistet die Stadt Bendorf durchaus Pionier-Arbeit in der Region und macht den ersten Schritt zu einer Fahrrad-Achse quer durch Bendorf. So, wie es im Fahrradwege-Konzept der Stadt Bendorf vorgesehen ist.“

Rundbrief der SprecherIn des Ortsverbandes zum Jahresende

Liebe Mitglieder, Parteifreunde und Freunde der Grünen,

In diesem Jahr werden wir uns wohl nicht mehr persönlich sehen. Deshalb möchten wir Euch auf diesem Weg einen guten Jahresabschluss wünschen.

Auf der kommunalen Ebene hatten wir seit unserer Mitglieder-offenen Fraktionsklausur am 7. November noch zahlreiche Ausschuss-Sitzungen (Rechnungs-Prüfung, Stadt-Entwicklung, Haushalt, Wald) sowie die Ratssitzung am 14. Dezember, die allesamt von zwei Krisen stark gekennzeichnet waren: Corona und der städtische Schuldenstand.  

Spielraum für teure Investitionen ist in Bendorf wie auch in vielen anderen Kommunen nicht vorhanden – aus diesem Grund haben alle Fraktionen erstmalig auf zusätzliche Anträge verzichtet um sicherzustellen, dass die Kommunalaufsicht den Haushalt genehmigt. 

Am 19.11.21 fand die Begehung der drei Gebietskulissen für die Landesgartenschau durch die Jury statt, die dann schlussendlich über die Vergabe entscheiden wird. Die Begehung in Bendorf war vom Team der Stadtverwaltung um Herrn Prümm und Frau Braun exzellent geplant, minutiös vorbereitet – und kam bei der Jury sehr gut an. Allerdings sagten viele, dass die Entscheidung der Jury letztlich politisch gefällt werde – mit dem Ergebnis ist gegen Ende des ersten Quartals 2022 zu rechnen.

Einige am 07.11. vorgeschlagene Punkte haben wir inzwischen in die städtischen Gremien eingebracht: 

  • Der Vorschlag einer Geschwindigkeitskontrolle und eines breiteren Fahrbahnteilers auf der Koblenz-Olper-Straße zwischen Fillingers Eck und dem Coca-Cola-Kreisel wurde im Stadtentwicklungs-Ausschuss behandelt und eine Entscheidung darüber für die nächste Verkehrsschau vorgemerkt.
  • Das Anwohnerparken in der Concordia- und Poststraße wurde ebenfalls im Entwicklungs-Ausschuss besprochen und wird im Rahmen des Gesamtpakets Anwohnerparken für die ganze Innenstadt weiter beraten werden.
  • Für die Concordiastraße ist uns auf unseren Antrag hin zugesagt worden, dass sie als Fahrradstraße gewidmet werden wird, sobald der Ausbau abgeschlossen ist.
  • Auch für die Sayner Halle haben wir uns bemüht, eine Zwischenlösung ins Auge zu fassen: leider sind aber Reparaturarbeiten haushaltsrechtlich nicht möglich. Wir müssen also hoffen, im neuen Jahr den Zuschlag für die bereits beantragte Förderung zu bekommen, um die auch bereits vorliegende Planung zur Sanierung der Halle angehen zu können.

Die vielen anderen von Euch vorgeschlagenen und erarbeiteten Punkte werden wir in der nächsten OV-Versammlung im neuen Jahr weiter beraten und überlegen, in welcher Form wir sie in die städtischen Gremien einbringen können.

Euch Allen eine schöne, erholsame Weihnachtszeit und einen guten Start ins Neue Jahr.

Für den Ortsverband Bündnis 90 / Die Grünen

Elke Sodemann-Müller und Uli Lyding

Bendorfer Grüne kümmern sich um Wünsche der Bürger: Fußgängerüberweg, Anwohner-Parken, Fahrradstrasse

In die jüngste Sitzung des Stadtentwicklungs-Ausschusses haben die Bendorfer Grünen Wünsche von Bendorfer Bürgern als Anträge eingebracht.

Die Klage von Anwohnern der Koblenz-Olper-Strasse zu überhöhten Geschwindigkeiten im Abschnitt zwischen Fillingers Eck und Coca-Cola-Kreisel wurden diskutiert. Auch der Hinweis auf einen zu schmalen Fahrbahnteiler für Fußgänger, der z.B. einer Person mit Kinderwagen oder mit Rollator keine Sicherheit bietet, wurde angesprochen. In dieser Sache wird die Verwaltung mit Hilfe einer Verkehrsschau, an der sowohl die Polizei wie auch städtische Mitarbeiter und der LBM (Landesbetrieb Mobilität) teilnehmen, eine Klärung herbeiführen.

Ein weiterer Antrag der Grünen befasste sich mit dem Anwohner-Parken in der Innenstadt, insbesondere in der Concordia-Strasse und in der Poststrasse. Da die gesamte Parkraum-Bewirtschaftung der Stadt derzeit neu bearbeitet wird, ist hierzu noch keine endgültige Entscheidung gefallen. Die Grünen werden entsprechend in einer der nächsten Sitzungen nachhaken.

Der Ausbau der Concordia-Strasse zur Fahrradstrasse wurde seitens der Verwaltung zugesagt. Es handelt sich hierbei um einen Vorschlag aus dem Radverkehrskonzept, das auf Antrag der Grünen bereits im Jahr 2019 beauftragt und nun schließlich 2021 fertiggestellt worden war. Die Ortsverbands-Vorsitzende Elke Sodemann-Müller freut sich: 

„Die Widmung der Concordia-Strasse als Fahrradstrasse ist ein wichtiger erster Baustein, um den Fahrradverkehr in Bendorf zu erleichtern. Der jetzt ausgebaute Abschnitt der Concordia-Strasse wird künftig auch in Nord-Süd-Richtung für Fahrräder befahrbar sein. Zusammen mit der Unteren Vallendarer Strasse stellt sie eine wichtige Ausweichmöglichkeit dar, um die Hauptverkehrs-Achse über die Hauptstrasse zu umgehen.“

Mitgliederoffene Fraktionsklausur der Bendorfer Grünen

Unter dem Titel „Perspektiven Grüner Politik für Bendorf“ trafen sich 15 Bendorfer Grüne im Direktorenhaus der Sayner Hütte, um einen Blick in die Zukunft zu werfen. Mithilfe unterschiedlicher Arbeitsformen, in Gruppen- und Plenumsarbeit wurden Ideen entworfen, vertieft und erste Schritte zur Umsetzung erarbeitet. Vorwiegend wurden die Themenfelder Mobilität, grüne Innenstadt, Kultur und Aktionen, Tierschutz bearbeitet sowie die Frage, wie man das Bendorfer Stadtleben Kinder- und Jugendfreundlicher, aber auch angemessener für ältere Menschen gestalten könnte. Alle Teilnehmer waren erstaunt, wie viel Kreativität zum Ausdruck kam, was sicher nicht zuletzt dem großzügigen Zeitansatz sowie dem angenehmen Rahmen im Direktorenhaus zu verdanken war.   

Endspurt im Wahlkampf zur Bundestagswahl

Aktion "Saubere Landschaft" in Bendorf

Die Aktion "Saubere Landschaft" war für uns GRÜNE in Bendorf ein voller Erfolg! Mit vielen tatkräftigen Händen haben wir die Bendorfer Rad- und Fußwege entlang der Bahntrasse, die untere Rheinau und große Teile der Bendorfer-/ Engerser Str. bis nach Mülhofen von viel Abfall aller Art befreit. Wir sind glücklich einen Beitrag zu Umweltschutz und zur Lebensqualität in Bendorf geleistet zu haben - und freuen uns schon jetzt darauf auch nächstes Mal wieder dabei zu sein.

Neuer Vorstand gewählt

Auf der jüngsten Mitglieder-Versammlung wählte der OV Bendorf einen neuen Vorstand. Neue Sprecher sind Elke Sodemann-Müller und Uli Lyding, Presse-Beauftragter ist Peter Lamatsch und Kassierer Dominik Stöhr. Das neue Team freut sich auf eine gute Zusammenarbeit im OV und als erstes auf einen erfolgreichen Wahlkampf und dankte dem ausgeschiedenen Vorstand für die geleistete Arbeit im Ortsverband.

Noch-Sprecher Uli Starke konnte zur Freude aller Anwesenden auch zwei neue Mitglieder begrüßen und gab der Hoffnung Ausdruck, dass der Bendorfer Ortsverband auch weiterhin wachsen werde. 

Zusammen mit dem Vorsitzenden der grünen Stadtratsfraktion, Ferhat Yalcinkaya, berichtete Starke von den Schwerpunkten der OV-Arbeit in der vergangenen Wahlperiode. Ein Schwerpunkt der Ausschuss-Arbeit ist die Beschäftigung mit den zahlreichen Bauprojekten der Stadt. An dieser Stelle setzten sich die Bendorfer Grünen immer dafür ein, möglichst wenig Flächen zu versiegeln und umweltschonende, moderne Technologien wie z.B. Photovoltaik, Dachbegrünung und Regenwasser-Versickerung auf der Fläche einzusetzen. Ein Radverkehrswege-Konzept wurde auf Initiative der Grünen erstellt und soll laut Bürgermeister Mohr noch in diesem Jahr in die Umsetzung gehen. Der Vorschlag, Elektro-Ladesäulen in Sayn und Bendorf zu installieren, die sogar in hohem Maß gefördert worden wären, scheiterte leider am massiven Widerstand der CDU sowie Teilen von SPD und WUM. 

Der neue Vorstand ist dennoch optimistisch, in Zusammenarbeit mit der sechs-köpfigen Stadtrats-Fraktion weiterhin grüne Projekte anstoßen und auch umsetzen zu können.

Jetzt schon will der Grüne OV darauf hinweisen, dass er sich an der „Aktion Saubere Landschaft Bendorf“ beteiligt. Elke Sodemann-Müller: „Wir treffen uns am Samstag, dem 4. September um 10:00 Uhr an der Ecke Adolph-Kolping-Straße / Concordia-Straße (vor dem ehemaligen Werk Feld und Hahn). Gerne dürfen auch interessierte Nicht-Mitglieder dazustoßen und mithelfen, die Landschaft von Müll zu befreien. Die Aktion bietet auch Gesprächsmöglichkeiten mit den grünen OV- und Fraktions-Mitgliedern und zum Abschluss gibt’s eine kleine Überraschung.“

Kanalerneuerung in der Strasse „Am Telegraphenberg“ in Stromberg entspricht nicht moderner Umweltplanung

Eine Hochwasserkatastrophe wie im Ahrtal könnte auch Bendorf und den angrenzenden Westerwald treffen. Wenn die Hochwasserflut nur halb so hoch wäre wie im Ahrtal, würde ein Hochwasserstand in Alt-Sayn, in der  Schloßstrasse und in der Koblenz-Olper-Strasse von chaotischen vier Metern über dem Normalwasserstand von Brex- und Saynbach erreicht.

Der Hauptabwasserkanal von Stromberg führt in die Kanalisation von Sayn und belastet auch die dortigen Kanäle insbesondere bei Starkregen. Vorausschauende Planer haben deshalb in den letzten 20 Jahren in Stromberg begonnen, in alle neuen Straßen sogenannte Trennwassersysteme zu verlegen. Diese bestehen aus einem kleineren Kanal für die Hausabwässer und einem zweiten größeren Kanal für das Regenwasser der Straßen und ggf. Oberflächenwasser angrenzender Häuser. Diese sogenannten Oberflächen-Wasserkanäle führen nicht in die Kanalisation nach Sayn, sondern enden in vielen Versickerungsflächen unterhalb der Bebauung von Stromberg (siehe Foto). Da nach Aussage befragter Anwohner in diesen Versickerungsflächen noch keine großen Wasseransammlungen zu sehen waren, bestehen dort noch Reserven zur Versickerung weiterer Oberflächenabwässer. Die jetzt im Werkausschuss vorgestellte Sanierung der defekten Abwasserkanäle in der ca. 250 m langen Strasse „Am Telegraphenberg“ soll leider wieder nur in einem Kanal erfolgen.

OV-Vorsitzender Ulrich Starke: „Hier wurde vom jetzigen Planer leider keine umweltfreundliche  Abwasserplanung vorgelegt. Es wäre dringend geboten, durch ein Trennwassersystem die Oberflächenwässer der Strasse „Am Telegraphenweg“ noch in Stromberg zu versickern und nicht nach Sayn weiterzuleiten. Zukünftig wären dann auch die Waldstrasse, die Jakobstrasse und die Püschstrasse leicht an das Trennwassersystem anzuschliessen.“

Mit Blick auf die Zukunft merkt Starke an: „Wir müssen beim Hochwasserschutz und allgemein bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels besser werden, denn solche Extremwetterereignisse werden häufiger auftreten. Unter anderem bedeutet dies auch, dass wir weniger Flächen versiegeln, z. B. auch durch zu breite Strassen.“ 

Bendorfer Rat lehnt Einrichtung von Elektro-Ladesäulen ab: Zukunftsinvestition scheitert am Veto der CDU

Mit Unterstützung von Teilen der SPD, FDP und der WUM stimmte die CDU, immer noch Mehrheitsfraktion des Bendorfer Stadtrates, gegen die Installation von Elektro-Ladesäulen auf dem Bendorfer Stadtgebiet.

Bereits bei den Vorberatungen im Stadtentwicklungsausschuss hatte sich abgezeichnet, dass die Vorlage der Stadtverwaltung, vier Ladesäulen (zwei in Bendorf, zwei in Sayn) zu errichten, von einer Mehrheit aus Kostengründen abgelehnt werden würde. Hierbei muss erwähnt werden, dass der zuständige Sachbearbeiter die Abstimmung äußerst sachkundig und informativ vorbereitet hatte. Die Stadt hätte bei Zustimmung eine großzügige Förderung in Anspruch nehmen können und nur einen Bruchteil der Kosten selbst tragen müssen. 

Um zumindest einen ersten Schritt bei der Errichtung der Lade-Infrastruktur dennoch möglich zu machen, waren die Bendorfer Grünen den anderen Parteien mit einem Kompromiss entgegengekommen. Ihr Änderungsantrag, statt der vier zunächst nur zwei Ladesäulen zu errichten (eine in Bendorf, eine in Sayn), hätte die Kosten für die Stadt halbiert und wäre dennoch in den Genuss der Förderung gekommen. 

„Wir können es kaum glauben, dass die Mehrheitsfraktion seit vielen Jahren mit Millionen von Steuergeldern die aufwändige Sanierung der Sayner Hütte betreibt und jetzt, wo wir den rasanten Hochlauf der Elektro-Mobilität sehen, diese für den Tourismus wichtige und zukunftsweisende Infrastruktur-Maßnahme boykottiert“, äußert der Fraktionssprecher der Grünen, Ferhat Yalcinkaya, sein Unverständnis.

Die CDU begründete in ihrer letzten Presseerklärung ihre Ablehnung der Reaktivierung der Brexbachtalbahn mit dem Argument, dass diese Gelder „an anderen Stellen zum Schutz des Klimas und zur Herbeiführung der Verkehrswende sinnvoller investiert werden“ könnten. „Bei den E-Ladesäulen geht es nur um wenige Tausend Euro – wann und zu welchem Preis will denn die CDU das Klima schützen und die Verkehrswende herbeiführen?“ kommentiert die stellvertretende Fraktionssprecherin, Elke Sodemann-Müller, die kompromisslose Haltung der CDU. „Die jetzt nicht ausgegebenen Gelder werden wir in wenigen Jahren in hundertfacher Höhe für den Schutz vor Klimawandel-Folgen und für die Reparatur von Klimaschäden ausgeben müssen. Das versteht die CDU unter Umwelt-Politik.“

Informationen zur Reaktivierung der Brexbachtalbahn: Bendorfer GRÜNE ergänzen und korrigieren den Artikel der CDU

Die Bendorfer GRÜNEN möchten hier Stellung nehmen zu dem letztwöchigen Artikel der CDU. Dort stellte der CDU Fraktionsvorsitzende Goran Varvodic einige Behauptungen auf, die wir so nicht stehen lassen wollen. Uns ist an einer sachlichen Lösung gelegen – es muss schließlich das Ziel des gesamten Stadtrates sein, hier eine für alle Bürger erträgliche Lösung zu finden.

In der jüngst stattgefundenen Sitzung des Stadtentwicklungs-Ausschusses, die sich ausschließlich diesem komplexen Thema widmete, wurden zwei Experten eingeladen. Diese erläuterten die Problematik sehr eingehend und sorgten damit für eine breite und faktenbasierte Information. Herr Thorsten Müller informierte über die möglichen Verkehre, die der Schienen-Personen-Nahverkehr Nord (SPNV-Nord) auf der Strecke bestellen könnte. Herr Carsten Schwenk beleuchtete die Situation aus der Sicht des Eisenbahnrechts.

In einigen Punkten herrscht auch sicher Einigkeit zwischen den verschiedenen Fraktionen: genau wie die CDU würden die Grünen eine touristische Nutzung der Strecke an Wochenende und Feiertagen begrüßen, sofern die gesamte Strecke den Sicherheitsanforderungen genügt. Die beschriebenen diversen Kreuzungssituationen lassen allerdings eine getaktete Nutzung für den Personen-Nahverkehr als auch eine regelmäßige Nutzung für Güterverkehr schwierig erscheinen. Die von der Stadt seit langem geplante Umlegung der Bundesstraße 413 aus dem Stadtzentrum heraus auf die Brauereistrasse würde die Kreuzungssituationen noch enorm verschärfen. In diesem Zusammenhang ist bisher noch keine Ideallösung gefunden. 

Die zuletzt vom Planungsbüro als Variante 5 vorgestellte Hochbrücke über die Bahn lehnen die GRÜNEN kategorisch ab, da dies zu enormen Geräuschbelästigungen der Anwohner von Königsberger- bis Wiegandstrasse führen würde. Natürlich müssten vor der Genehmigung eines Regelverkehres auch andere Anwohner, wie die von Sayn vor Bahnlärm geschützt werden.

Insofern muss eine Kompromiss-Lösung her. Sie sollte aber auf sachlicher Basis und ohne Wahlkampf-Polemik gesucht werden.

Im Folgenden möchten wir einige Punkte der CDU korrigieren:

Zum ersten ist die Information, die Strecke solle mit von der Bahn ausrangierten Dieselloks betrieben werden, unkorrekt. Herr Thorsten Müller wies in besagter Sitzung deutlich daraufhin, dass für den Regelverkehr nur Loks und Triebwagen mit neuester Technologie eine Zulassung erhielten.

Zum zweiten existiert die von der CDU zitierte „Zusicherung“, dass die Brexbachtalbahn nicht wieder reaktiviert werde, weder in schriftlicher noch in sonst einer juristisch verwertbaren Form. Folgerichtig hat Herr Seyffert ja auch bereits eine „Unternehmer-Genehmigung“ für die Strecke und eine Betriebsgenehmigung für Teilstücke erhalten. Auch die Verwaltung spricht von „sehr dünnem Eis“, auf dem sich die Stadt bei einer eventuellen Klage gegen die Wiederinbetriebnahme bewegen würde. Die Position der CDU, die Wiederinbetriebnahme „sowohl politisch als auch rechtlich“ verhindern zu wollen, ist also weder strategisch sinnvoll noch juristisch aussichtsreich. Und wenn die CDU in diesem Zusammenhang ihre Pflicht anspricht, „Schaden von der Stadt und ihren Bürgern“ abzuwenden, so ist eine Klage mit Sicherheit der falsche Weg. Dies sah auch der Experte für Eisenbahnrecht Herr Carsten Schwenk so.

Drittens sind die Bendorfer GRÜNEN doch sehr erstaunt, wie sehr die CDU sich verbal für „zukunftsorientierten Klimaschutz“ einsetzen und die „Verkehrswende“ herbeiführen möchte. „Zuletzt hat die CDU-Fraktion Klimaschutzmaßnahmen wie eine Fotovoltaik für die neue Kita in Stromberg sowie alle der Verkehrswende dienenden Vorschläge der Verwaltung abgelehnt. Sowohl das Elektro-Dorf-Auto-Projekt als auch die Einrichtung von Ladesäulen an diversen Bendorfer Parkplätzen“ merkt Ulrich Starke an. „Wir hoffen, dass sich die CDU jetzt beim Thema Brexbachtalbahn kompromissbereit zeigt.

Neuer Wohnpark Rheinterrassen: Bendorfer GRÜNE besichtigen Gelände des Hotel Rheinblick

Das Hotel Rheinblick, gelegen an einem der schönsten Ausblicke zum Rheintal und zur Eifel, wurde leider geschlossen. Die wunderbar ebene Großfläche oberhalb des Mittelrheines hat mit der Firma ZENZ aus Cochem einen Investor gefunden, der verspricht, diese einmalige Lage am Rhein baulich zu würdigen. Geplant sind sieben neue Stadtvillen mit insgesamt 90 altersgerechten Wohnungen.

Gemeinsam mit der Familie Helling, jahrzehntelang Hoteliers für Gäste aus aller Welt, informierten sich die GRÜNEN über die vorgesehenen Baumaßnahmen und die geplanten Natureingriffe.

Vieles dürfte zukünftigen Energieanforderungen gerecht werden: KFW 55, Nahwärme mit BHKW (Blockheizkraftwerk Holz, Gas, o.ä.), Dachbegrünung und Elektroladesäulen. Die 100 Jahre alte Friedenseiche soll ebenso bestehen bleiben wie die markante Baumreihe vor der alten Mauer der Promenade. Das Industriedenkmal „Eisenerz-Rostöfen“ soll integriert, weitere Kunstwerke z. B. vom Bendorfer Künstler Pompetzki, sollen hervorgehoben bleiben. 

Kritisch zu sehen, da ungewiss, bleibt einzig der Bestand großer Bäume an der nördlichen Grundstücksgrenze hinter den ehemaligen Tennisplätzen. Hier ist eines der neuen Gebäude geplant. Natur- und artenschutzrechtliche Gutachten liegen noch nicht vor.

Ortsverbands-Vorsitzender Ulrich Starke: „Die GRÜNEN werden sich aber dafür einsetzen, dass im Rahmen der noch erforderlichen Planschritte diese Baumfläche erhalten bleibt und damit auch an dieser Stelle vorbildlich gehandelt wird.“

Stellungnahme zum städtischen Haushalt 2021

In seiner Rede zum Haushalt 2021 der Stadt Bendorf beleuchtete der Fraktionsvorsitzende Ferhat Yalcinkaya zunächst die desaströse Finanzlage der Stadt und mahnte ein Umdenken bei der Erschließung von Gewerbegebieten an. Es könne in Zukunft nicht mehr darum gehen, großflächig neue Gewerbegebiete auf der grünen Wiese auszuweisen, sondern junge Entwickler und Start-Ups aus dem IT- und Software-Bereich in Bendorf anzusiedeln. Hierfür werde weniger Fläche, dafür aber schnelles Internet benötigt.

Besonders hob Yalcinkaya Maßnahmen hervor, die auf Initiative der Grünen hin zum Klimaschutz angestoßen oder bereits durchgeführt wurden: für die Stadtwerke wurde ein E-Fahrzeug angeschafft, unser Stadtförster kann jetzt auf einem robusten Elektrorad den Wald befahren, ein Bürgerwald wurde ins Leben gerufen und das vor über zwei Jahren beantragte Radverkehrskonzept wurde inzwischen fertiggestellt und wartet auf Umsetzung. 

All diese Maßnahmen sollen helfen, die Klimakrise einzudämmen – eine Aufgabe, die der Stadtrat im Oktober 2019 auf Antrag der Grünen hin als höchste Priorität beschlossen hat.

An diesem grundlegenden Beschluss wird sich der Stadtrat auch in Zukunft messen lassen müssen, wenn es um die konkrete Umsetzung des Radwege-Konzeptes geht. Leider konnte aufgrund der angespannten Haushaltslage für 2021 kein Betrag in den Haushalt eingestellt werden, aber für 2022 stehen Bürgermeister und Verwaltung im Wort, zentrale Punkte des Radwegekonzeptes umzusetzen. Dazu gehören u.a. die Ausweisung von Schutzstreifen für Radfahrer oder die Einrichtung einer Fahrradstrasse auf der Achse Untere Vallendarer Strasse/ Concordiastrasse.

Was wird aus der SAYNER Mehrzweckhalle?

Der auf Initiative von der GRÜNEN im Bendorfer Stadtrat beschlossene Antrag auf einen Förderzuschuss von ca. zwei Mio. € zur Totalsanierung der Sayner Halle wurde vom Fördergeber abgelehnt. Nur jeder fünfte Antrag bekam einen Zuschlag – der Bendorfer Antrag war leider nicht dabei.

Seit zwei Jahren ist die 60 Jahre alte Halle geschlossen! - Das kann so nicht bleiben finden wir, denn: auch im Stadtteil Sayn sollte mit seinen fast 5000 Einwohnern für Sporttreibende baldigst wieder eine Halle zur Verfügung stehen. In der Sayner Mehrzweckhalle werden viele Jugendliche turnerisch und von der KG tänzerisch ausgebildet und konditionsmäßig aufgebaut.

Die ca. 60 Jahre alte Halle benötigt eine Generalsanierung, damit sie wieder 60 Jahre für vielfachen Sport aber auch für andere Vereine zur Verfügung steht.  Mit der klammen Stadtkasse in Bendorf wird eine Generalsanierung leider aber erst in einigen Jahren realistisch sein.

Dazu der Ortsverbands-Sprecher Uli Starke: „Wie bei Privatgebäuden können Bauschäden aber auch hier kurzfristig repariert werden. Bestes Beispiel ist ein Haus in der Saynerstraße. Dort fuhr vor etwa zwei Jahren ein Bus ins Wohnzimmer. Die Außenmauer wurde dabei so stark beschädigt, dass Einsturzgefahr bestand. Auch von außen konnte man dann dicke Holzbalken erkennen, mit denen eine Einsturzgefahr unmittelbar abgewendet werden konnte. Wenn also durch zusätzliche Verstärkungen auch in der MZH Sayn ausreichende Tragfähigkeit wieder erreicht werden kann, sollte man dies jetzt angehen und nicht noch weitere Zeit verstreichen lassen.“

Die Bendorfer GRÜNEN werden dies im Stadtrat neu beantragen in der Hoffnung, dass bei nachlassender Corona-Gefahr eine reparierte und von einem anerkannten Sachverständigen geprüfte Halle wieder zur Verfügung steht.  

Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2021: Grüne 9,3%

Wie stehen die Grünen zur Bebauung im Wenigerbachtal?

Im vergangenen Jahr wurde im Stadtrat über die Bebauung im Wenigerbachtal beraten. In dem Gebiet stehen jetzt schon nicht wenige Gebäude. Bei dem Punkt 7.1 der angesprochenen Ratssitzung ging es um die Rückholung vom Bau- und Vergabeausschuss in den Rat. Bei Punkt 7.2 um eine konkrete Bauvoranfrage für zwei Mehrfamilienhäuser inklusive gemeinsamer Tiefgarage auf dem bereits bebauten Teil der Projektgeländes. Für die SPD- Fraktion sprach der jetzige Bürgermeister Christoph Mohr. Er sprach sich nicht gegen das Projekt aus, äußerte aber für die SPD Fraktion den Wunsch, mit diesem Bauabschnitt ebenfalls abzuwarten bis der Baubauungsplan für das gesamte Gebiet neu aufgestellt wurde. Denn unter Punkt 6 der Tagesordnung wurde im Rat mit 26 Ja-Stimmen und 3 Nein-Stimmen mehrheitlich die Aufstellung eines Bebauungsplans "Im Wenigerbachtal" beschlossen.

Dazu steht im Protokoll: "Der Fraktionsvorsitzende der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN Herr Ferhat Yalcinkaya gab folgende Erklärung zu Protokoll:

Der B-Plan sollte unter folgenden Gesichtspunkten erstellt werden:

1. Dachbegrünung oder Solaranlagen

2. Wasserrückhaltevorrichtungen

3. Grünflächenplan

4. Weitestgehender Erhalt des derzeitigen Baumbestandes

5. Geringstmögliche Neuversiegelung."

Nun ist der Fall eingetreten, dass der Investor für den ersten Teil des Projektes die Bauvoranfrage zurückgezogen hat. Im letzten Stadtentwicklungsausschuss wurde ein Entwurf des neuen Bebauungsplanes vorgestellt. Die größten Einwände kamen von uns Grünen. Auf meinen Antrag hin wurde die Beschlussfassung vertagt, weil wir klargestellt haben, dass wir keinem Bebauungsplan in dem Gebiet zustimmen werden in dem 80% der Fläche bebaut werden darf, die Höhen nicht eingehalten werden sowie die Bauabstände zwischen den Gebäuden so gering sind. Nun werden sich einige fragen, wieso wir überhaupt der Aufstellung eines Bebauungsplanes zugestimmt haben. Auf dem Gebiet besteht bereits ein gültiger Bebauungsplan, mit dem der Investor einen Teil seines Projektes durchführen kann, ohne auf die von uns geforderten ökologischen Punkte Rücksicht zu nehmen. Unter anderem kann mit einer Grundflächenzahl von 0,8 gebaut werden. Mit einem neuen Bebauungsplan haben wir die Möglichkeit, dieses Gebiet nach unseren Maßstäben neu zu gestalten.

Wir haben außerdem ein Interesse daran, unseren Bürgern hochwertigen Wohnraum anbieten zu können. Immer wieder werden wir vor allem von jungen Menschen angesprochen, dass sie aus Bendorf wegziehen müssen, da sie keine Wohnung für sich und ihre Familien finden.

Ferhat Yalcinkaya, Fraktionsvorsitzender der Ratsfraktion Bendorf B90/ Die Grünen

 

Ein Jahr "Ratsbeschluss zum Klimanotstand": Bendorfer GRÜNE ziehen erste Bilanz

Grüner Bundesparteitag digital, grüner Neujahrsempfang des Kreisverbandes digital, Parteivorsitzende werden digital gewählt. Und in unserer Nachbarschaft beginnt man nun auch auf der kommunalen Ebene mit digitalen Formaten. Auch die Bendorfer Grünen haben ihre Kommunikation überwiegend auf Video-Konferenzen umgestellt.

 

Corona-bedingte Sitzungsabsagen und die nahende Landtagswahl lassen eine erste Bilanz der grünen Ratsarbeit in Bendorf sinnvoll erscheinen.

 

Wir erinnern: Ende 2019 fasste der Bendorfer Stadtrat auf Initiative der GRÜNEN einstimmig seinen Beschluss zum Klimanotstand. Darin wurde festgestellt, dass die bisherigen Maßnahmen zur Eindämmung der Klimakrise nicht ausreichen, und das Thema entsprechend mit höchster Priorität behandelt werden muss. 

 

Zu zahlreichen im Beschluss genannten Einzelthemen haben die Bendorfer GRÜNEN in ihrem ersten Amtsjahr Anträge gestellt bzw. entsprechende Beiträge in den Ausschüssen und dem Rat geleistet.

 

So wurde ein Radverkehrskonzept auf den Weg gebracht und z.B. im Zusammenhang mit dem Ausbau der Conordia-Strasse darauf hingewirkt, dass dort eine Fahrradstrasse entstehen und der Fahrradverkehr in beide Richtungen erfolgen kann.

 

Ferner haben die Bendorfer GRÜNEN immer wieder auf den Ausbau der Photovoltaik gedrängt und in diesem Bereich Vorschläge gemacht, wie z.B. Solardächer auf dem Kita-Neubau in Stromberg und über Parkplätzen, an denen E-Ladesäulen installiert werden sollen.

 

Auch bei der Detailarbeit an Bebauungsplänen konnte auf umweltfreundliche, nachhaltige und insektenfreundliche Bestimmungen hingewirkt werden. Dabei geht es um so verschiedene Dinge wie Dachbegrünung, Photovoltaik-Anlagen, insektenfreundliche Bepflanzung oder Anlagen zur Wasserrückhaltung. Aktuell setzen sich die GRÜNEN gegen neue „Betonwüsten“ im Wenigerbachtal ein und für einen umweltfreundlichen und für die Anlieger bezahlbaren Ausbau des Hellenpfades als Fahrradstrasse.

 

Einen wertvollen Beitrag zum Insektenschutz leistet die auf Initiative der GRÜNEN im Prälatengarten angelegte Blumenwiese. Auch vor dem Rathaus 2 wird ein nachhaltiges Blumen- und Naschbeet gestaltet werden, für das es eine Förderung aus dem Kreis-Programm „Grüne Stadt – Grünes Dorf“ geben wird. Die Vorarbeit für die Aufnahme in dieses Förderprogramm wurde im Nachgang zu einem Landesgartenschau-Workshop von den GRÜNEN geleistet.

Dazu merkt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Elke Sodemann-Müller an: „Wir hätten zwar lieber im Rahmen dieses Förderprogrammes diverse Flächen entschottert, da Insekten ja bekanntlich keine Steine fressen. Aber wir müssen versuchen, auch mit kleinen Schritten nach und nach voran zu kommen. Allerdings ist das Thema Klimakrise nach wie vor so drängend, dass wir nur immer wieder an unsere Ratskollegen und die Verwaltung appellieren können, entsprechende Maßnahmen schneller, wirksamer und umfassender anzugehen. Dafür haben sich die GRÜNEN auf Landesebene ein beeindruckendes Programm gegeben und wir werden weiterhin mit aller Kraft an dessen Umsetzung auf der kommunalen Ebene arbeiten.“ Und Ulrich Starke, Sprecher des Ortsverbandes, ergänzt: „Unser aller Ziel muss es sein, die CO2-Emissionen bis 2030 um mindestens 50% zu reduzieren.“

Wenigerbachtal. (K)ein neuer Stadtteil in Bendorf?

Die in der Bevölkerung immer noch als „Hedwig-Dransfeld-Haus“ bekannte Kuranlage wurde 1880 als Privatklinik für Psychiatrie gegründet. Dazu wurden auch die beidseitigen Hänge neu aufgeforstet. Ob Privatklinik, Müttergenesungsstätte oder zuletzt Hotel, stets hatten die Eigner die erholsame Natur auch innerhalb der Anlage im Blick. Im November wurde nun vom neuen Eigner ein Bebauungsplan vorgestellt, der dies ändern soll.

Das ehemalige Kurparkgelände soll nun vorwiegend mit mehrstöckigen Wohngebäuden bebaut werden. Dicht gedrängt (Fachausdruck: „GRZ“= 0,8)! Dies bedeutet: nur noch 20% der vorhandenen Fläche soll für Pflanzen, einschließlich Rasen zur Verfügung stehen. 

GRÜNEN-Sprecher Ulrich Starke: „Damit entstände eine Baudichte, wie man sie sonst von den Innenstädten der Großstädte kennt. Die Bendorfer GRÜNEN wenden sich deutlich gegen eine solche Bebauung im bisher grünen Wenigerbachtal.“  

Carmen Bohlender aus Vallendar für den Wahlkreis 10 (Bendorf)

Sie ist Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Stadtrat Vallendar, Beigeordnete im Verbandsgemeinderat Vallendar und seit 2019 Mitglied des Grünen Bundesfrauenrates.

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17.01.2021

Neujahrsempfang 2021 Grüne Mayen-Koblenz

Jetzt noch schnell anmelden für unseren Neujahrsempfang! Am Sonntag starten wir das politische Jahr in Mayen-Koblenz. Den Zugangslink erhaltet ihr über: info(at)gruene-myk.de

14.01.2021

Telefonsprechstunde der Landtagskandidatin

20.11.2020

Mehr Solarenergie für Bendorf

Bendorfer Grüne fordern: Der Parkplatz gegenüber des Sayner Biergartens sollte ein Solardach erhalten um die dort geplanten Elektro-Ladesäulen mit umweltfreundlichem Strom zu versorgen – auch auf den Parkplätzen im Prälatengarten oder am Siegburger Hof wäre dies sinnvoll.

In der Ausstattung von öffentlichen Parkplätzen mit einem Solardach sehen die Bendorfer Grünen gleich drei Vorteile. Der Fraktionsvorsitzende der grünen Stadtratsfraktion, Ferhat Yalcinkaya: „Die Photovoltaik-Module der Überdachung liefern umweltfreundlichen regenerativen Strom, dieser kann ohne Leitungsverluste an gleicher Stelle in die dort vorgesehenen Elektro-Ladesäulen eingespeist werden und im Sommer stehen die parkenden PKWs nicht in der prallen Sonne sondern im Schatten. Und ein gewisser Regenschutz kommt noch dazu.“

Ferner hat das Mainzer Umweltministerium eine Förderung solcher „Solar-Carports“ aufgelegt, die sowohl für den privaten als auch für den öffentlich/kommunalen Bereich gültig ist. „Wir sollten jede Fördermöglichkeit nutzen, um unsere Heimatstadt Bendorf fit für die Zukunft zu machen. Gerade für unsere klammen Kassen ist dieses Förderangebot eine gute Gelegenheit, mit Landesgeld ein Projekt durchzuführen, das auch Beispielcharakter für den privaten Bereich hat. Öffentliche und private Investoren könnten so zur Nachahmung anregt werden: ein Solar-Carport neben dem Haus, unter dem das neue Elektro-Auto gut untergebracht ist und mit Sonnenstrom beladen werden kann. Ebenso könnten wir uns entsprechende Solar-Überdachungen über den Parkplätzen am Kaufland oder REWE sehr gut vorstellen“, so Elke Sodemann-Müller.

Die Bendorfer Grünen werden einen entsprechenden Antrag in die städtischen Gremien einbringen und hoffen auf offene Ohren in der Verwaltung und beim Bürgermeister für ihren Vorschlag.

25.08.2020

Neuer Lesestoff für das Ideenkino

 

Neuer Lesestoff für das Ideenkino! Die Grünen Bendorf spenden für das Bücherwohnzimmer das Buch „Unsere Welt neu denken“ von Maja Göpel.

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